In einigen Wochen ist es wieder so weit: Wintergetreide wird gesät. Wer dabei auf Nachbausaatgut setzt, sollte die Qualität und Gesundheit im Blick behalten. So sollte beispielsweise Wintergerste, die auf dem Feld mit Flugbrand befallen war, nicht für den Nachbau verwendet werden, denn die Flugbrandsporen können durch Behandlung mit Bürsten nicht reduziert werden. In der Regel werden sie auch nicht bei den Laboranalysen erfasst.
Eine Laboranalyse ist jedenfalls zu empfehlen, denn viele Krankheitserreger sitzen am und im Korn. Neben den üblichen Parametern wie Tausendkorngewicht und Keimfähigkeit wird dabei auch der Besatz bestimmter Krankheiten festgestellt. Dabei spielen vor allem Steinbrandsporen eine große Rolle. Gerade hier stellen wir immer wieder fest, dass Weizennachbau nicht ausreichend analysiert wurde. Seriöse Saatgutanbieter haben sich die freiwillige Grenze von 20 Sporen pro Korn gesetzt. Die Analyse des eigenen Nachbaus hilft dabei, das Risiko einzuschätzen. Bei der Einschätzung der Saatgutanalyse und dem passenden Vorgehen unterstützt die Naturland Beratung vor Ort.
Stefan Veeh, Beratung für Naturland
